Der Anti-Amerikanismus lebt

26Jul10

Und setzt sich ein Denkmal. Ausgerechnet in Potsdam. Unmittelbar vor der Villa, in der Harry Truman 1945 während der Potsdamer Konferenz wohnte. Denn daraus ergibt sich ein seidenfein gesponnener Vorwand: Hier hat Präsident Truman mit seinen Beratern über das Ultimatum gesprochen, das man den Japanern gemacht hatte. Die Japaner – das waren damals die Verbündeten der Nazis – kämpften nach Hitlers Ende in ihrem Teil der Welt unvermindert verbissen weiter. Das kostete jeden Monat einer viertel Million Menschen in Südostasien das Leben – und hätte noch lange so weitergehen können. Wenn die Amerikaner, nachdem Japan sich standhaft weigerte bedingungslos zu kapitulieren, nicht die beiden tödlichen Atombomben geworfen hätten.

Also, dachten sich die Grünen in Potsdam, nennen wir den Platz vor der Villa einfach Hiroshima-Platz, ignorieren die grauenhaften Kriegsverbrechen unserer damaligen Verbündeten in China und Korea – und erinnern mit einem feinen sauberen Denkmal an die bösen Amerikaner und ihre miesen Atombomben. SPD und Linke stimmten dem Plan zu – und Margot Honecker wird es bestimmt auch freuen.

PhS © Chamisso Akademie

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