Die letzte Feministin der Welt

15Jul10

Feminismus ist kein kurzfristiger Arbeitsauftrag. Sagt Doris Stump. Arbeitsauftrag? Von wem sollte dieser Auftrag denn eigentlich ausgesprochen worden sein? Von August Bebel? Der wollte tatsächlich die Frauen für den Sozialismus gewinnen – zur Zeit unserer Ururgroßmütter. Und nun wäre die Schweizer Sozialistin mit dem prominenten Stump-Kinn also die Letzte, die sich an diesem ururalten Auftrag noch abarbeitet.

Da hat sie doch neulich erst im Europarat – in einem Bericht zur Darstellung von Frauen in den Medien – den Mutterbegriff denunziert. Frauen würden als passive und geringere Wesen, Mütter und Sexualobjekte dargestellt. Und das sei alles schlecht. In der Schweiz versucht sie, das Wort Mutter durch „das Elter“ zu ersetzen – ein schweizerischer Begriff aus der Zeit August Bebels. Für die Gebärmutter oder die Schraubenmutter muss sie sich noch etwas einfallen lassen. Ist alles nicht so leicht, wenn frau auf einmal ganz allein an der feministischen Front steht. Und den Europarat-Text hat sie so am Ende auch nicht durchgekriegt. Apropos Europarat: Der hat gar nichts mit der EU zu tun? Wofür brauchen wir den dann überhaupt noch?

PhS © Chamisso Akademie

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