Bis in den Märtyrertod

25Jun10

Henning Mankell ist im östlichen Mittelmeer unterwegs. Er sitzt nur auf einem Begleitschiff, das gewaltlos an Israel übergeben wird. Aber später darf er das ganze Unternehmen als humanitäre Hilfsaktion verkaufen und die türkische Stiftung IHH als „zutiefst menschenfreundlich“. Etwa 40 dieser Menschenfreunde haben sich auf dem Flaggschiff der Flotte – unter dem Kommando des IHH-Chefs Bülent Yildirim – mit mittelalterlichen Waffen aller Art ausgerüstet, um über die israelischen Soldaten herfallen zu können.

Natürlich, meint Mankell, wussten wir, dass man die Hilfsgüter nicht mit Gewalt nach Gaza bringen konnte, aber wir haben die Aufmerksamkeit der Welt bekommen, also haben wir gewonnen. Was sind schon neun tote Türken – in den Augen eines alten Maoisten wie Henning Mankell. – Auch die Hamas, deren politisches Programm die totale Zerstörung Israels ist, jubelt. Und der IHH-Chef Yildirim kündigt an, dass diese toten Türken nicht das letzte Opfer seien: 70 Millionen stehen in der Türkei bereit, den Palästinensern zu Hilfe zu eilen – wenn nötig, bis in den Märtyrertod.

Das also nennt Henning Mankell zutiefst menschenfreundlich? Damit macht er in der Tat Lenins Diktum vom nützlichen Idioten alle Ehre. Muss er aber wohl auch, denn für ihn ist der Untergang Israels das einzig denkbare Resultat.

PhS © Chamisso Akademie

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