Die nützlichen Idioten

22Jun10

Linke Gewalt ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Mag auch der harte Kern von primitiven Gewalttätern relativ klein sein, so ist doch der Kreis von Unterstützern umso größer: Sie melden Demonstrationen und Stadtteil-Feste bei der Polizei an, distanzieren sich hinterher brav von der unvermutet ausgebrochenen Gewalt – und fangen fleißig wieder von vorn an. Sie werben für die Veranstaltungen und lassen sich diese knackigen Parolen einfallen. Sie schreiben und schreiben und schreiben über den Niedergang des Kapitalismus – und sie stellen das Gewaltmonopol des Staates in Frage, denn Gewalt, so argumentieren sie, gebiere Gewalt – und das gelte für beide Seiten. Beide Seiten? Das allerdings nützt den Gewalttätern auf der Straße sehr, wenn sie mit der staatlichen Gewalt schon auf eine Stufe gestellt werden.

Warum machen diese nützlichen Idioten das? Warum wollen sie den Staat zersetzen, in dem sie leben? Ist es Dummheit oder vielleicht das kleinkindliche Gefühl: Wenn ich auch nicht so’n schönen Turm bauen kann wie die anderen Kinder, kann ich doch immerhin ganz leicht alles umwerfen – und damit einen sehr starken Eindruck machen. Zersetzung als Perspektive für ein ganzes Leben? Ströbele hilf.

PhS © Chamisso Akademie

Advertisements


%d Bloggern gefällt das: