Der Furz des lieben Gottes

02Jun10

Ein Furz kann eine befreiende Angelegenheit sein. Und solch eine gewaltige Dynamik entfalten, dass unsere Wissenschaftler von einem wahrhaften Urknall reden. Da soll sich dann – quasi aus dem Nichts – eine Atmosphäre gebildet haben, die Universum genannt wird – und sich seit dem großen Furz ständig ausbreitet. Inzwischen haben wir sogar schon Platz für achtspurige Autobahnen. Auf denen unsere Wissenschaftler immer hin und her fahren, um sich gegenseitig an ihren Theorien zu erwärmen.

Sicher, eine Theorie ist nur eine Theorie. Aber im Zeitalter der Wissenschaft wissen wir Nicht-Wissenschaftler gar nicht anders damit umzugehen als – zu glauben. Im Zeitalter der Religion gab es zum Glauben auch immer den Gegenpol des Zweifels. An der Wissenschaft traut sich aber niemand mehr zu zweifeln, auch nicht an ihren unbewiesenen Theorien. Von denen die Theorie des Urknalls ja ein Beispiel ist. Über das, was Gott vor diesem mächtigen Furz gegessen hat, gibt es seitens der Wissenschaft noch nicht einmal eine Theorie. Und erlaubt uns die Wissenschaft noch, überhaupt nach der Zeit vor dem Urknall zu fragen?

PhS © Chamisso Akademie

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