Die Rothemden gegen die Gelbhemden

17Mai10

Eine erbitterte Auseinandersetzung. Welche Seite gerade nicht die Regierung stellt, demonstriert so lange, bis sie es wieder geschafft hat. Was hat dieses früher so friedliche Thailand nur derartig spalten können? Es ist ein Mann namens Thaksin Shinawatra. Er war ein kleiner Polizist und machte dann mit einem Telekom-Unternehmen Milliarden, bevor er in die Politik ging. Als Regierungschef hat er sich vor allem bei der ländlichen Bevölkerung durch manche Wohltat beliebt gemacht. Die Mehrheit für die nächsten Wahlen hatte er sich dadurch jedenfalls gesichert. Wir schreiben das Jahr 2006.

Erster Auftritt der Gelbhemden. Sie bezichtigen Thaksin der Korruption und des Machtmissbrauchs. Der Oberste Gerichtshof Thailands verurteilt ihn, mehr als eine Milliarde an den Staat zu zahlen. Thaksin muss seine Aktienmehrheit am englischen Club Manchester City verkaufen und entschließt sich später sogar, dem Heimatland fern zu bleiben, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Währenddessen ist es zwischen den rothemdigen Anhängern Thaksins und seinen gelbhemdigen Widersachern ein paarmal hin und her gegangen. Fordern die Rothemden mehr Demokratie, pochen die Gelbhemden auf eine saubere Demokratie. Aber wer sind nun die Guten?

PhS © Chamisso Akademie

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