Ist der Gott des Fußballs katholisch?

15Mai10

Nehmen wir nur mal die Weltmeisterschaften. Fünfmal Brasilien, viermal Italien, zweimal Argentinien, zweimal Uruguay und einmal Frankreich – das sind alles katholische Länder. Und Deutschland – als halbkatholisches Land – hat immer nur gewinnen können mit starken katholischen Führungs-Persönlichkeiten: 1954 Fritz Walter und Sepp Herberger, 1974 Franz Beckenbauer als Mannschaftskapitän und 1990 Franz Beckenbauer als Trainer. Jürgen Klinsmann dagegn hat es nicht geschafft. Er wurde auch bei Bayern München gefeuert, während Aloysius Paulus Maria van Gaal wahre Triumphe dort feiert.

Es scheint etwas dran zu sein – an der Theorie, dass der Fußball-Gott katholisch ist. Aber was ist es? Natürlich kommt schon die Idee des Mannschaftsspiels der Idee des Katholischen sehr nahe. Heißt katholisch doch auf deutsch nichts anderes als allumfassend. Der Evangelische, der immer das Päckchen der Erbsünde mit sich rumträgt, das dem Katholiken durch die Taufe abgenommen wird, macht traditionell einen guten Unternehmer, der sich mit Fleiß an der Welt abarbeitet. Aber im Spiel die Welt zu erobern, das ist eben eher ein katholischer Gedanke. Und tatsächlich hat die Katholische Kirche schon sehr lange vor der Evangelischen aktives Interesse für den Fußballsport in Deutschland gezeigt. Angefangen mit Schalke 1904.

PhS © Chamisso Akademie

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