Vier Vorteile des Mehrheitswahlrechts

12Mai10

1. Jeder Wähler hat eine Stimme. Der Kandidat mit den meisten Stimmen zieht ins Parlament – und die anderen nicht. Im Parlament sitzen ausschließlich Wahlkreisgewinner, die alle vom Volk direkt gewählt worden sind. Es gibt keine Zweitstimme und keine parteiinternen Listen, über die auch noch die Wahlkreisverlierer ins Parlament ziehen.

2. Jeder Abgeordnete fühlt sich zwangsläufig dem Wahlkreis verpflichtet. Wenn er wiedergewählt werden will, muss er sich anstrengen. Das Wahlvolk kann jeden missliebigen Kandidaten – auch ehemalige Minister – von heute auf morgen nach Hause schicken.

3. Es gibt genauso viele Wahlkreise wie Abgeordnete, während es im Verhältniswahlrecht nur halb so viele gibt. Die Wahlkreise sind also wesentlich kleiner, was eine noch größere Nähe zwischen Abgeordneten und Wählern zur Folge hat.

4. Radikale Protestparteien – mit gesichtslosen Kandidaten – haben keine Chance. Und das Mehrheitswahlrecht produziert auch klarere Regierungs-Verhältnisse, weil die Bevölkerung eine ungeliebte Regierung leichter abwählen kann. Ein „hung parliament“ gibt es im Vereinigten Königreich jetzt erst zum zweiten Mal seit 1929.

PhS © Chamisso Akademie

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