Was die Höflichkeit gebietet

02Mai10

Wer seinem Lieblingsverein eine größere Summe spendet, möchte auch ganz gern ein kleines Dankeschön hören. Und wenn Sie Ihrem Lieblingstheater eine noch größere Summe überweisen, dann könnten Sie vielleicht sogar mit einem persönlichen Dankeschön des Intendanten rechnen. Denn das gebietet ja schon die Höflichkeit.

Aber hüten Sie sich – um Himmels willen – vor größeren Spenden an Ihre Lieblingspartei. Und vor allen Dingen: Hüten Sie sich vor Claudia Roth. Kommen Sie dieser Frau nicht zu nahe. Schon ein Handschlag und ein paar nette Worte können als bezahlte Beeinflussung Ihrer Lieblingspartei ausgelegt werden. Spenden Sie Ihr Geld, aber gehen Sie nicht mehr aus dem Haus. Denn man weiß ja nie, wo einem Claudia Roth überall auflauern könnte. Das gilt vor allem für Nordrhein-Westfalen.

Oder noch besser: Spenden Sie Ihr Geld nicht der Lieblingspartei, sondern dem politischen Gegner, zeigen Sie sich dann auch in der Nähe dieser gegnerischen Partei und lassen Sie sich bereitwillig mit dem Vorsitzenden in Kontakt bringen. Machen Sie zur Sicherheit ein Foto von diesem Treffen und schicken Sie es an die Süddeutsche Zeitung, Abteilung Leyendecker. Mit einer Kopie an Claudia Roth. Und dann dürfen Sie sich sogar wieder von Claudia Roth die Hand schütteln lassen. Was die Höflichkeit gebietet.

PhS © Chamisso Akademie

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