Festtag der Primitivität

01Mai10

Einmal im Jahr kommen sie heraus zum revolutionären 1. Mai. Heraus aus ihren dunklen Höhlen des Unwissens und der Borniertheit. Sie sind die Versager der Bildungsgesellschaft. Haben die Schule ungebildet verlassen müssen und lehnen es nun auch ab, sich anderweitig zu bilden. Einmal im Jahr kommen sie alle zusammen zum Festtag der Gewalt. Sie kleiden sich in der Farbe der SS, bewaffnen sich mit den primitivsten Waffen, führen einen Krieg gegen alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellt, und skandieren dabei dumme Sprüche wie: Nie wieder Deutschland. Und Christian Ströbeles letztes Wahlplakat schwebt über ihnen.

Größte Teile der zum 1. Mai verübten Gewalttaten werden selbstverständlich unter dem Rubrum Linke Gewalt verbucht. Das ist ganz sicher richtig, aber gleichzeitig sollte doch auch nicht übersehen werden, dass die meisten dieser linken Steinewerfer zu ungebildet sind, um auch nur ansatzweise die einfachsten politischen Zusammenhänge verstehen zu können. Sie führen einfach nur Krieg – einen Krieg der Primitivität gegen die Zivilisation. Das ist eine echte Herausforderung für die Bildungsgesellschaft. Will sie die Zivilisation bewahren, muss sie das Bewusstsein dafür schärfen – und auch die Staatliche Schule muss sich wieder deutlicher als Schule der Zivilisation profilieren.

PhS © Chamisso Akademie

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