Wie hat der Schockenhoff das gemacht?

23Apr10

Der Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff wird vom SWR gefragt: „In Afghanistan sind allein in diesem Monat sieben Bundeswehrsoldaten getötet worden. Bekommen Sie Zweifel, ob der Einsatz richtig ist?“ Und: „Angesichts der drastisch gestiegenen Opferzahl gibt es Forderungen inzwischen, zum Beispiel aus der SPD, so schnell wie möglich aus Afghanistan abzuziehen. Wann schwenkt die CDU um?“ Und: „Bleiben wir doch mal bei dem Bundestagsmandat. Es ist inzwischen umstritten, ob dieses Mandat für den Einsatz überhaupt noch ausreicht. Muss der Bundestag ein neues Mandat verabschieden?“ Und: „Ich bleibe noch mal dabei. Das Mandat des Bundestages deckt einen UNO-Einsatz und keinen Kriegseinsatz. Davon sprechen aber die Soldaten. Und inzwischen nennt auch der Verteidigungsminister den Einsatz unverhohlen Krieg. Ist all das nicht Grund genug, politisch über den Einsatz neu zu entscheiden?“

Und Herr Lueb vom SWR lässt nicht locker: „Aber im Moment passiert doch eigentlich durch die neue Strategie das Gegenteil. Das führt unweigerlich zu noch mehr Opfern. Wenn das schon absehbar ist, ist dieser Einsatz wirklich noch zu verantworten?“ Worauf Andreas Schockenhoff den Moderator vor die Wahl stellt: „Die Alternative ist, dass Afghanistan fällt, und dann fällt Pakistan. Dann haben wir Terroristen mit einer Atombombe über einer deutschen Großstadt. Und jetzt sagen Sie mir, was zu verantworten ist.“

Folgt eine ganze lange Sekunde Schweigen. Und dem Moderator bleibt nur noch zu sagen: „Ich glaube, das müssten Sie als Mitglied des Bundestages zu entscheiden wissen.“

PhS © Chamisso Akademie (Zitate: SWR)

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