Christian Ströbele und sein türkischer Feiertag

20Apr10

Der Abgeordnete Ströbele hat natürlich recht. Es gibt viele bestens integrierte Deutsch-Türkinnen und -Türken, die hier auch fleißig Steuern zahlen: Nazan Eckes, Erol Sander, Cem Özdemir, Senay Celik – die erfolgreiche Geschäftsfrau aus Kreuzberg – und eben auch die vielen Gemüsehändler, die sich nicht zu schade sind, morgens um 4 Uhr aufzustehen, die Ärmel aufzukrempeln und zum Großmarkteinkauf zu fahren. Was der gute Christian Ströbele aber gern und aus politisch korrekten Gründen zu übersehen pflegt, ist die noch deutlich größere Gruppe von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund, für die das alles eben nicht zutrifft.

30% der deutsch-türkischen Jugendlichen verlassen die Schule ohne jeglichen Abschluss. Auch in der zweiten Generation verbessern sich die Schulleistungen gegenüber der Einwanderer-Generation überhaupt nicht. Dass 93% der türkischen Eheleute innerhalb der eigenen Community heiraten, ist ebenfalls kein Hinweis auf einen starken Integrationswillen. Wie bitte, lieber Christian Ströbele, sollen wir mit solchen Fakten nur umgehen? Und sag jetzt nicht wieder: Lasst uns einen türkischen Feiertag einführen. Müsste, wer nach Deutschland einwandert, sich nicht ganz selbstverständlich in die deutschen Feiertage integrieren?

PhS © Chamisso Akademie

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