Wie geht es dem Sozialismus in Zimbabwe?

19Apr10

Dem Sozialismus geht es ganz gut. Er lebt noch. Aber Zimbabwe geht es leider überhaupt nicht gut. Ein Land, das vorher mal die Kornkammer im südlichen Afrika war, ist in den letzten 30 Jahren an den Abgrund von Hungersnot geführt worden. Für einen US-Dollar musst du jetzt eine ganze Schubkarre voller Zimbabwe-Dollar anschleppen. Wenn die überhaupt noch jemand annimmt. Das Vertrauen in die eigene Währung ist inzwischen ganz nahe null angesiedelt, nachdem der machtgeile Präsident Mugabe seine Machtposition durch Gelddrucken im großen Stil zu erhalten suchte. Und seine Genossen, die mit Mitteln des Terrors den politischen Gegner in Schach hielten, durften die den letzten Weißen abgenommenen Farmen in Besitz nehmen.

Sozialismus statt Kolonialismus. Das war immer die Parole des Robert Mugabe. Bei den Wahlen von 1980 half ihm allerdings auch, dass seine Bevölkerungsgruppe – die Shona – sich nun endlich an der Minderheit der Ndebele rächen konnte. Diese hatten im 19. Jahrhundert die Mehrheit der Shona als Sklaven gehalten und ausgeplündert. Nach dem britischen Zwischenspiel konnte es nunmehr andersrum gehen: Sozialismus als Krieg gegen alle, die nicht dazu gehören.

PhS © Chamisso Akademie

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