Lang lebe Bascha Mika!

11Apr10

Chefredakteurin der taz ist sie nicht mehr. Aber dennoch: Nie war Bascha Mika so wertvoll wie heute. Kaum ein Medium, das halbwegs politisch ist, kommt noch ohne ihre Debattenbeiträge aus. Print, Hörfunk, Fernsehen, Internet – wo wären wir ohne Bascha Mika? Und sie füllt nicht einfach die jeweiligen Zeitschriften und Programme auf, nein, sie hat vielmehr eine ganz elementare Funktion. Ohne Bascha Mika wüssten wir nicht, was Redundanz ist.

Redundanz – das ist ein schwieriges Konzept. Redundant ist nicht dasselbe wie überflüssig. Überfluss hat immer etwas Luxuriöses. Wer – außer den strengsten evangelischen Mönchen – wünschte sich nicht insgeheim ein Leben im Überfluss? Dagegen klingt redundant eher nach einem trockenen Brot, wenn man schon satt ist. Von diesem trockenen Brot geht kein luxurierendes Gefühl aus. Das lässt uns gänzlich kalt. Ganz vernünftig betrachtet, wäre es einfach besser, wenn es dieses trockene Brot gar nicht gäbe. Aber – und da kommt Bascha Mika wieder ins Spiel – ohne dieses trockene Bascha-Mika-Brot wüssten wir überhaupt nicht, was redundant ist. Und das wäre doch blöd. Lang lebe Bascha Mika!

PhS © Chamisso Akademie

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